Hilfe, ich kann nicht schlafen - Einschlafstörungen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Hilfe, ich kann nicht schlafen - Einschlafstörungen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Von Isabella Hresc

Hilfe, ich kann nicht schlafen - Einschlafstörungen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Du hast immer wieder Probleme damit einzuschlafen und fragst dich was die Ursache dafür ist? Wir verraten dir woran deine Einschlafprobleme liegen können und was du dagegen tun kannst. 

Was sind Einschlafstörungen eigentlich? 

Menschen, die unter Einschlafstörungen leiden, Achtung: *Spoiler Alter*, haben Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Sie liegen, trotz Müdigkeit, oft stundenlang wach im Bett und warten verzweifelt darauf, endlich in den langersehnten Tiefschlaf zu versinken. Der Fachmedizinische Begriff für Einschlafstörung ist Insomnie. Eine solche Erkrankung liegt vor, wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum (ab ca. 3 Wochen) mehrmals in der Woche länger als 30 Minuten dafür brauchen einzuschlafen. 

Symptome von Einschlafstörungen

Zu den klassischen Symptomen von Einschlafstörungen gehören: 

  • Einschlafzeit von über 30 Minuten 
  • Unfähig einzuschlafen - trotz Müdigkeit
  • Tagesmüdigkeit
  • Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Antriebslosigkeit 

Eines der schlimmsten Symptome, ist der bei Einschlafstörungen auftretende Teufelskreis: Wenn Betroffenen mehrmals hintereinander nicht einschlafen können entwickeln sie häufig die Angst nicht einschlafen zu können. Durch diese Angst verschlimmert sich die Situation aber, da psychische Belastungen zu den häufigsten Ursachen von Einschlafstörungen gehören. 

Wenn noch weitere Symptome auftreten, wie zum Beispiel häufiges Aufwachen in der Nacht oder starke Kopfschmerzen nach dem Aufstehen, kann es sein, dass die Einschlafstörung in Kombination mit einer anderen Schlafstörung auftritt. Möglicherweise haben die Betroffenen zusätzlich Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrome oder eine andere Störung.

Ab wann sollen Symptome ernst genommen werden? 

Eine halbe Stunde lang aufs Einschlafen zu warten kommt bei vielen Menschen gelegentlich vor und bedeutet nicht automatisch, dass man unter einer Einschlafstörung leidet. Viele können vor kurzbevorstehenden Events wie einer Prüfung, einem Date oder einer Reise nicht schlafen, weil sie aufgeregt sind oder vor lauter Vorfreude zu viel Adrenalin im Körper ausschütten. Auch Koffeinkonsum kann dazu führen, dass man nachts einfach nicht einschlafen kann. Jeder der schon einmal nach fünf Uhr nachmittags einen Kaffee getrunken hat kennt‘s. Treten Einschlafbeschwerden aber häufiger auf, besonders wenn kein triftiger Grund ersichtlich ist, dann sollte man anfangen sich Gedanken zu machen und eventuell einen Arzt aufsuchen. 

Ursachen von Einschlafstörungen

Bei den Ursachen unterscheiden wir zwischen inneren und äußeren Faktoren.

Äußere Faktoren sind meist durch eine Änderung von Lebensweisen oder Gewohnheiten selbst zu beheben. Zu ihnen gehören: 

  • Koffein-Konsum zu einem späten Zeitpunkt oder in großen Mengen
  • Unregelmäßige Schlafenszeiten
  • Zu viel Schlaf während dem Tag
  • Üppige Mahlzeiten am Abend oder hungriges zu Bett gehen 
  • Nicht ausreichend Bewegung
  • Die falsche Matratze, Bettdecke oder Kopfkissen
  • Die falsche Raumtemperatur 
  • Zu viel Licht oder Lärm 
  • Die Einnahme von bestimmten Medikamenten 

Innere Faktoren, hingegen, sind nicht so einfach zu beheben und sind für Betroffene oft nicht offensichtlich. Zu ihnen gehören: 

  • Stress
  • Anspannung
  • Grübeln aufgrund von Kummer und Sorgen 
  • Psychische Erkankungen wie Angstzustände, Depression und Schizophrenie - bis zu 90% aller Personen, die unter einer psychischen Krankheit leiden, haben Schlafprobleme
  • Physische Krankheiten
  • Neurologische Krankheiten 

Bei inneren Faktoren wird oft zur Psychotherapie oder Medikamenten geraten. Jedoch ist bei chemischen Mitteln aufzupassen - auch pflanzliche Alternativen können sich wunderbar auf Schlafstörungen auswirken, ohne dabei Nebenwirkungen oder gar Abhängigkeiten zu verursachen. 

Erste Hilfe bei Schlafstörungen, die auf innere Faktoren zurückzuführen sind

Wir empfehlen folgende First-Aid Methoden, um Einschlafproblemen entgegenzuwirken:

Meditation - oft hängen Probleme beim Einschlafen damit zusammen, dass man abends grübelnd im Bett liegt und das Gedankenkarussell einen wach hält 

Spaziergänge - die Wichtigkeit von Bewegung an der frischen Luft wird oft unterschätzt, vor allem im Zusammenhang mit der mentalen Verfassung von Personen 

Tagebucheinträge - auch das Niederschreiben von Gedanken, Sorgen und Belastungen kann sich enorm positiv auf die psychische Verfassung auswirken. 

Gesunde Ernährung - in gesunder Nahrung sind zahlreiche Vitamine und Nährstoffe enthalten, die das Gehirn und der Körper braucht, um einwandfrei funktionieren zu können. 

Verrate uns in den Kommentaren was dir geholfen hat, deine Einschlafprobleme in den Griff zu kriegen 🤍

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